Bad Wimpfen


Bad Wimpfen
Bad Wimpfen,
 
Stadt im Landkreis Heilbronn, Baden-Württemberg, 200 m über dem Meeresspiegel, über der Mündung der Jagst in den Neckar, 6 700 Einwohner; Solbad gegen Erkrankungen der Atmungsorgane (gesättigte Sole aus der Saline Ludwigshall); chemische Industrie.
 
 
Die staufische Kaiserpfalz in Wimpfen am Berg gilt als die besterhaltene deutsche Anlage, die ihr Gepräge unter Friedrich II. erhielt, mit Pfalzkapelle (um 1200), Resten vom Palas mit spätstaufischen Säulenarkaden, Steinhaus (12.-16. Jahrhundert), Blauem und Rotem Turm (im Kern 12. Jahrhundert), Hohenstaufentor; in Wimpfen am Berg ferner die gotische evangelische Stadtkirche (Chor um 1300, Langhaus 1516 vollendet) mit reicher Ausstattung (13.-18. Jahrhundert), im ehemaligen Friedhof der Kirche Kreuzigungsgruppe von H. Backofen (um 1515); 1713 barockisierte Dominikanerkirche (Chor 13. Jahrhundert); Heiliggeistspital (v. a. 18. Jahrhundert), daneben gotisches Bürgerspital; Wormser Hof (um 1230; 1551 ff. in Renaissanceformen umgebaut) sowie zahlreiche Fachwerkhäuser des 16./17. Jahrhundert. - Im Ortsteil Wimpfen im Tal die Benediktinerklosterkirche Sankt Peter und Paul, eine frühgotische Kreuzbasilika (1269 begonnen auf Vorgängerbau) mit romanischem doppeltürmigem Westbau (11. Jahrhundert, 1901-03 erneuert) und besonders reich gegliederter Südfassade mit Portalskulpturen (13. Jahrhundert); Kreuzgang (14./15. Jahrhundert).
 
 
Die heutige Stadt entstand aus zwei Siedlungskernen. »Wimpfen im Tal«, hervorgegangen aus einem römischen Limeskastell, wurde 829 erstmals urkundlich erwähnt, 964 mit Marktrecht versehen und war vermutlich ab dem 7. Jahrhundert im Besitz der Bischöfe von Worms, die hier um 1000 ein Ritterstift gründeten. Im 15. Jahrhundert fiel es an »Wimpfen am Berg« (Stadt seit 1250, freie Reichsstadt bis 1803). 1762 wurde die erste Saline angelegt. 1930 wurde Wimpfen Heilbad. 1803-1952 war die Stadt hessische Exklave.

Universal-Lexikon. 2012.

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